Rückläufige Mengen prägen die Schweizer Zuckerwaren- und Dauerbackwarenbranche
Bern, 20. März 2026 – Die Schweizer Hersteller von Zuckerwaren und Dauerbackwaren blicken auf ein anspruchsvolles Jahr 2025 zurück. In beiden Branchen gingen die verkauften Mengen zurück. Der Umsatz entwickelte sich in den einzelnen Segmenten unterschiedlich. Insgesamt bleibt der Druck wegen steigender Kosten und intensiver internationaler Konkurrenz hoch.
Schweizer Zuckerwarenhersteller: Rückgang bei Mengen und Umsatz
Die Schweizer Zuckerwarenhersteller setzten im Jahr 2025 insgesamt 33’413 Tonnen ab, was einem Rückgang von 4,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Exportanteil bleibt mit 86,8 % weiterhin sehr hoch. Während der Inlandabsatz leicht auf 4’403 Tonnen (+3,6 %) anstieg, sank die Exportmenge auf 29’009 Tonnen (–5,8 %). Besonders markant war der Rückgang der Exporte in die USA, die im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zurückgingen.
Der Gesamtumsatz der Branche belief sich auf 341,7 Millionen Franken, was einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht (–10%). Während der Inlandumsatz praktisch stabil blieb (67,3 Mio. CHF, –0,1 %), ging der Exportumsatz auf 274,4 Mio. CHF (–12,2 %) zurück.
Der Anteil zuckerfreier Produkte bleibt weiterhin hoch. Rund 59,1 % der produzierten Zuckerwaren sind zuckerfrei, was den anhaltenden Trend zu alternativen Rezepturen widerspiegelt.
Schweizer Dauerbackwarenhersteller: Umsatz wächst trotz Mengenrückgang
Auch bei den Dauerbackwaren ging die Verkaufsmenge im Jahr 2025 zurück. Insgesamt wurden 40’357 Tonnen Dauerbackwaren verkauft, was einem Rückgang von 4,1 % entspricht. Während der Rückgang im Inlandmarkt um 1,1 Prozent auf 34’757 Tonnen weniger markant war, brachen die Exporte deutlich ein: Die Exportmenge sank auf 5’600 Tonnen (–19,2 %).
Trotz der rückläufigen Mengen konnte die Branche den Umsatz steigern. Der Gesamtumsatz erreichte 538,3 Millionen Franken, was einem Wachstum von 5,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während der Inlandumsatz auf 471,2 Mio. CHF (+7,7 %) anstieg, ging der Exportumsatz auf 67,1 Mio. CHF (–9,5 %) zurück.
Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich damit fort: sinkende Absatzmengen bei gleichzeitig steigenden Umsätzen, die insbesondere auf höhere Produktionskosten zurückzuführen sind.
Kostenentwicklung und internationale Konkurrenz bleiben zentrale Herausforderungen
Die Schweizer Hersteller von Zuckerwaren und Dauerbackwaren stehen weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Neben den gestiegenen Rohstoffkosten belastet insbesondere die starke Importkonkurrenz den Inlandmarkt. «Unsere Unternehmen sind sowohl im Inland als auch im Export intensiver Konkurrenz ausgesetzt», sagt Beat Vonlanthen, Präsident von BISCOSUISSE. «Gerade in einem Umfeld steigender Rohstoffkosten ist es entscheidend, dass die Rahmenbedingungen für die Produktion in der Schweiz wettbewerbsfähig bleiben.»
BISCOSUISSE vereint die industriellen Schweizer Hersteller von Zuckerwaren, Dauerbackwaren und weiteren beliebten Schweizer Lebensmitteln. Die im Zuckerwarenbereich tätigen Unternehmen beschäftigten im Jahr 2025 in der Schweiz 778 Personen. Die im Dauerbackwarenbereich tätigen Mitgliedunternehmen beschäftigten 2025 in der Schweiz 2‘306 Personen. Die Mitgliedunternehmen von BISCOSUISSE verarbeiten bedeutende Mengen an Schweizer Rohstoffen und exportieren ihre Produkte in 100 Länder.